Dr. Norman Lindsay, Gründer
von Lindsay Golf, absolvierte ein Ingenieurstudium an der Universität Edinburg
und schlug danach eine Laufbahn in Bereichen der Medizin- und Verteidigungselektronik
ein. In seiner beruflichen Tätigkeit
machte er sich besonders durch seinen schöpferischen Ansatz bei Neuerungen
und in der Lösung technischer Probleme einen Namen.
Seine erfinderischen
Talente konnte er bereits sehr früh unter Beweis stellen – als
er nämlich sein erstes Patent anmeldete, drückte. er noch die
Schulbank in der Dornoch Academy. Dornoch ist eine Kleinstadt
im schottischen Hochland, die auf eine Geschichte von 4000
Jahren zurück
blicken kann, eine Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert ihr
Eigen nennt und einen weltberühmten
Championship-Golfplatz besitzt. Hier entdeckte Lindsay seine
Begeisterung f· das Golfspiel – er spielte, sooft er nur konnte
und verdiente sich Taschengeld als Caddie f· Besucher, die nach Royal
Dornoch zum sommerlichen Golfspielen kamen. |
Norman Lindsay.
Einer der hier gezeigten Putter besitzt eine speziell gestaltete
Schlagfläche, womit Dimpelfehler reduziert werden. |
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Diese Ansicht von Royal Dornoch in der frühen Morgensonne
vermittelt eine Spur des bezaubernden Charakters, den dieser
zu den weltbesten Anlagen seiner Art zählende Golfplatz
bietet.
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Aufnahme urheberrechtlich geschützt © 2003: Donald
Ford Gallery
1991 ergab
sich für Lindsay die Gelegenheit, seine technischen Fähigkeiten
mit seinem Interesse für Golf zu vereinigen, als ihm praktische Unterstützung
für die Entwicklung eines bahnbrechenden neuen Gerätes zur Schwunganalyse
angeboten wurde. Mit diesem Gerät lassen sich nahezu alle Messgrößen über
die Schwungbewegung zum Treffmoment am Golfball bestimmen wie auch dessen
Flugbahn prognostizieren. Dr. Alastair Cochran, als weltweite Autorität
anerkannter Verfasser von golftheoretischen Abhandlungen, wurde zum Leiter
des Entwicklungsteams bestellt, der die Weichenstellung auf dem Weg durch
die mathematisch komplexen Faktoren der Aufschlagdynamik und des aerodynamischen
Ballverhaltens geben sollte.
Die erste
mit Golf verbundene Erfindung von Lindsay war der „Golfmaster
Professional“. Mit diesem hochentwickelten Schwunganalyse-Gerät
werden alle zur Vorherbestimmung des Ballflugablaufs erforderlichen
Aufschlagparameter gemessen. |
Beim Testen
des Schwunganalyse-Geräts stieß Dr. Cochran auf einen
bemerkenswerten Effekt und gab den Anstoß zu diesbezüglichen weitergehenden
Forschungstätigkeiten. Unmittelbares Ergebnis davon war ein in Golf the
Scientific Way veröffentlichter Artikel, in welchem die erheblichen Unterschiede
zwischen einem Übungsschwung (ohne Ball) und einem tatsächlichen
Schlag analysiert wurden. Obwohl nun leider vergriffen, lohnt es
die Mühe,
dieses Buch aufzutreiben, wenn man erfahren möchte, wie ein entsprechender
theoretischer Ansatz zur Weiterentwicklung des Golfspiels beitragen
kann.
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Ein weiterer Verfasser eines Beitrags zu Golf the
Scientific Way war Dr. John Jepson, früherer Leiter für FuE bei Titleist
und heute Hauptgeschäftsführer von On-Mark USA. In seinem Artikel
Science v Marketing befasste er sich mit der wechselseitigen Abhängigkeit
und den Widersprüchen, die sich hier zwischen der wissenschaftsgebundenen
Theorie und dem Marketing ergeben. Dabei bezieht er furchtlos Position gegenüber
der „dichterischen Freiheit“, die sich darin ergeht, in hohem Maße
unwahrscheinliche oder irreführende „wissenschaftlich begründete
Tatsachen“ zur Verkaufsförderung neuer Produkte heranzuziehen. Dazu
Dr. Jepson wörtlich:
„…. hierbei wird der Eindruck vermittelt,
dass der Beitrag eines Herstellers durch seine Forschung und Entwicklung
nicht so sehr bei echten Verbesserungen oder Innovationen liegt, sondern
dass bloß eine
gerade noch ausreichende theoretische Begründung für die in der Produktwerbung
erhobenen Behauptungen gegeben wird.“
Die hier widergespiegelte Einstellung
ist eine nur allzu typische Erfahrung und bei Herstellern von Puttern extrem
verbreitet zu beobachten.
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Golf
the Scientific Way (Aston Publishing Group, 1995) bietet
eine einzigartige Sammlung von wissenschaftlich und technisch
fundierten Fachaufsätzen, die jedoch für eine
allgemeine Leserschaft von Golf-Interessenten aufbereitet
sind. |
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Dr Norman
Lindsay, der Gründer von Lindsay Putters, erhielt eine Subvention von Nesta
mit welcher es ihm ermöglicht werden soll, seine Vision
von einem Herstellungsbetrieb von High-Tech-Puttern in die
Realität umzusetzen. Nesta ist eine Organisation, welche
an schöpferisch tätige Menschen in Großbritannien
Subventionen vergibt, um diesen die Verwirklichung ihrer wissenschaftlichen
und/oder künstlerischen Zielvorstellungen zu ermöglichen,
wobei durch Innovation und Fortbildung neuer Nutzen geschaffen
werden soll.
Lindsay Golf tritt damit für wissenschaftliche Objektivität
ein und ist bestrebt, bedeutende Aspekte im Design von Puttern
klarzustellen. Es werden also reale Fakten erklärt und
einfache Messtechniken vorgestellt, mit denen eben jene Fakten
erläutert werden. Zukünftige Untersuchungen werden
auf den mit dem Putt verbunden Gesamtbereich abzielen, um Golfspielern
dabei zu helfen, ihre Leistungen zu verbessern und damit noch
mehr Freude an ihrer Sporttätigkeit haben zu können.
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